ReklaBox-Beschwerde: Anzeige von Primera Factura in der BZ
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3464 Views | 31.05.2008 | 22:02
von ReklaBoxler-2041114

Primera Factura S.L. (Mallorca)

Anzeige von Primera Factura in der BZ


Vor ca. zwei Wochen hat mein zwölfjähriger jähriger Cousin auf eine Anzeige in der BZ unter der Rubrik „Berlin diskret" eine 030 Vorwahl-Nummer, welche offiziell 3,3 Cent pro Minute kostet und bei der man laut dem Inserat mit jungen Damen chatten kann angerufen. Und nachdem sich eine Dame gemeldet hat sofort aufgelegt. Die gesamte Gesprächsdauer betrug keine 10 Sekunden.

BILDER
1_reklabox-beschwerde_de_935_thumb
1 Bild

Als Resultat flatterte jetzt eine Rechnung bzw. Mahnung der Firma Primera Factura mit Sitz in Mallorca (wie sollte es auch anders sein) über insgesamt EUR 65,40 ins Haus.
Aus dem Inserat waren laut dem Cousin weder Gebühren für eine Chat -Pauschale (wie der Rechnung zu entnehmen ist) noch eine Widerrufsbelehrung oder das man mit dem Anruf ein Abonnement eingeht. Die Chatpauschale pro Monat ist mit 59.- Euro vermerkt und eine Kündigungsfrist von 4 Wochen angegeben.

Als Kreditinstitut (Zwecks Überweisung), ist die Sparkasse in Harburg-Buxtehude angegeben. Mein Handy, mit Base Flatrate Vertrag ist von Ay Yildiz (E-Plus) und meine Nummer wird nicht übertragen (ist auf aus gestellt), trotzdem bekomme ich eine Rechnung (Separat zur E-Plus/ Ay Yildiz Rechnung) auf meine Meldeadresse.

Ein großes Danke an Ay Yildiz/E-Plus, für die Herausgabe meiner Kontaktdaten an Primera Factura

Soviel zum Datenschutz bei E-Plus! Werde bei nächster sich bietender Gelegenheit den Anbieter wechseln. Bzw. Ay Yildiz/E-Plus mit einer gesonderten Beschwerde beglücken. Bin sehr gespannt welche Anwaltskanzlei für das Inkasso zuständig ist.

Beschwerde bewerten!
Meine Forderung: Primera Factura soll mich in Ruhe lassen!


Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihre Firma/Marke/Institution?


Kommentare (20)

01.06.2008 | 10:01
von ReklaBoxler-2520018 | Regelverstoß melden
Interessanter wäre ein Bild der Zeitungsanzeige gewesen. Es war sicherlich eine 0900 Vorwahl, aber auch da sind die Gesprächskosten auf 30 Euro begrenzt.

01.06.2008 | 10:22
von ReklaBoxler-2041114 | Regelverstoß melden
Wie man dem folgenden Link entnehmen kann, scheint die Firma Primera Factura ordentlich Gas zu geben. Unter den dort angegeben Vorwahlen ist z.B. auch eine Hamburger Vorwahl! Siehe unter folgendem Link: www.frag-einen-anwalt.de/Telefonchat-Rechnungen__f39881.html Außerdem läßt sich dem Link auch das Inkasso Unternehmen, die sogenannte Diagonal-Gruppe.de entnehmen. Sieht man Sich die Webseite der Diagonal Inkasso an, wird einem die Qualität der Operation Anzeigen und Chat Betrug erst richtig klar. Befasst Sich die Diagonal Gruppe doch mit Inkasso Aufträgen und betreibt gleichzeitig ein Callcenter für Tele Marketing. Das Callcenter kann laut deren Angaben 1800 Anrufe pro Stunde verarbeiten. Bin ja gespannt ob ich in Kürze deren Telefon Inkasso ausgesetzt bin. Insgesamt wohl eine sehr einträgliche Masche.

01.06.2008 | 13:28
von Fatih Yildirim | Regelverstoß melden
Wertexperten, Primera Factura, Charts News Verlag. Lauter obskure Firmen, die im Web und anderswo ihr Unwesen treiben. Darüber wundere ich mich nicht wirklich. Beunruhigend ist die Tendenz, daß Marken wie beispielsweise E-Plus, die bisher einen sehr guten Ruf hatten, offensichtlich und immer öfter mit zwielichtigen Unternehmen Hand in Hand arbeiten und damit Ihr Image komplett verbrennen.

01.06.2008 | 14:06
von Anja K. | Regelverstoß melden
Es sind nicht nur obskure Firmen aus Mallorca die solche "Geschäftsmodelle" fahren. Auch Premiere (der Geschäftsführer Georg Kofler ist ja sogar Medienberater von Angela Merkel) behauptet IMMER die Kündigung nicht bekommen zu haben, jeder Kunde ist gezwungen ein Einschreiben mit Rückschein zu schicken.

01.06.2008 | 20:03
von Ines | Regelverstoß melden
@ReklaBoxler-2041114 Wieso "Gas zu geben"? Weil auch ein (!) anderer Kunde die Mehrwertdienste von Primera Factura genutzt hat?

01.06.2008 | 20:33
von Der Beschwerdeführer | Regelverstoß melden
Liebe Ines, das Callcenter betreibt nach eigenen Angaben 60 Arbeitsplätze und kann
1800 Anrufe pro. Stunde verarbeiten (Siehe Diagonal Inkasso Webseite). Das besagte Inserat wurde in der BZ aufgegeben. Unüblicherweise wird das Inkasso bzw. das Geldeintreiben per Callcenter begleitet.
Wer den Fehler als männliches Wesen macht, und dort anruft hat ein Abo an der Backe und muß, da telefonisch belästigt um seinen Hausfrieden fürchten. Das Callcenter macht sich zum Lakeien einer Organisation. Vermutlich bezahlen die sehr gut! Das macht das ganze nicht unbedingt legitimer. Ich werde auf jeden Fall morgen bei der BZ die entsprechende Ausgabe bestellen, und bevor ich solchen Leuten auch nur einen Cent bezahle, fliege ich vom Gegenwert der ersten Rechnung höchstpersönlich nach Palma de Mallorca und schaue nach wer oder ob sich überhaupt jemand hinter dem Briefkasten verbirgt.

02.06.2008 | 10:15
von Ines | Regelverstoß melden
@ ReklaBoxler-2041114 Sie schreiben das man das alles dem Link entnehmen kann. Wenn ich auf den Link klicke finde ich nur die Klage eines (!) Nutzers von Mehrwertdiensten.

03.06.2008 | 23:25
von Johann B. | Regelverstoß melden
Die Firma in Mallorca hat zwei Geschäftsführer: Einen Herrn E* und eine Frau R*
forum.boocompany.com/viewtopic.php?p=20622#20622

Bitte alle Betroffene: Falls Ihr Eltern Minderjähriger seid: Erwägt Strafanzeige wegen §184c (Verbreitung von Pornographie an Minderjährige) Schreibt Briefe an die Medien Schreibt Euren Bundestagsabgeordneten und fragt, wieso die Politik nichts dagegen tut, nur weil man Audiotex- und Mehrwertdiensteanbietern das Geschäft nicht abgraben will. Seit 1999 läuft diese Masche in Deutschland, während sie in Dänemark gerichtlich gestoppt wurde, mit Unterstützung des dortigen Verbraucherministeriums. Ist es BM Seehofer wurscht?

Bitte an alle: nennt die angerufenen Nummern. Sammelt entsprechende Anzeigen. Informiert die Zeitungen, die damit Geld machen. Wendet Euch als Betroffene an die Firmen, denen die Nummern gehören - Eine Ortsnetznummer (zB in Berlin) darf nur eine Firma haben, die in Berlin sitzt - fragt den Nummernbetreiber, wer diese Nummer nützt. Wer hier eine Nummer nennt, dem kann man den Netzbetreiber sagen (Bundesnetzagentur kann das auch, dauert aber länger) schreibt an die Bundesnetzagentur rufnummernmissbrauch(at)bnetza.de Nur: Lasst Euch das nicht bieten!

04.06.2008 | 19:56
von ReklaBoxler-4126787 | Regelverstoß melden
Bitte, liebe Bundestagsabgeordnete, kümmert euch nicht um die Befindlichkeiten von Leuten, die bei irgendwelchen Flirt-Hotlines anrufen. Die sind alt genug und müssen selber wissen was sie machen. Geilheit schützt vor Strafe nicht.

14.06.2008 | 00:16
von ReklaBoxler-3481187 | Regelverstoß melden
Mit kleinen Änderungen auch für diesen Fall zu verwenden... www.rtl.de/ratgeber/download/Musterbrief_1.pdf

14.06.2008 | 12:52
von Jewgenija | Regelverstoß melden
Möglicherweise handelt es sich bei der von Ihnen beschriebenen Masche um das so genannte "Tastendruckmodell"? Fragen Sie Ihren 12jährigen Vetter ob er beim Telefonieren eine Taste gedrückt hat. Beim Tastendruckmodell wird der Angerufene verleitet im Verlauf des Telefonats, eine bestimmte Taste oder Tastenkombination zu drücken, beispielsweise um mit jungen Frauen in Kontakt zu kommen. Nach dem Tastendruck jedoch wird das Gespräch auf eine teure 0900-Nummer geschaltet, selbst wenn der Telefonschluss dafür eigentlich gesperrt war und sein Besitzer sich vor kostspieligen Telefonaten sicher wähnte. Natürlich hat die für Ihren Telefonanschluss zuständige Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de) dieses "Geschäftsmodell" verboten. Auch hat die Bundesnetzagentur das Eintreiben der so ergaunerten Gebühren untersagt. Zu klären wäre noch, ob die Bundesnetzagentur schon ein ausdrückliches Inkassoverbot für die von Ihnen gewählte Nummer ausgesprochen hat, prüfen Sie das auf der Internetseite über das Anfrageformular "Fragen zum (0)190er-/(0)900er-Missbrauchsgesetz - Dialer - Spam - Rufnummernmissbrauch". Sollte schon ein Inkassoverbot ausgesprochen sein, müssen Sie auf Mahn- oder Drohschreiben nicht mehr reagieren. Wenn Sie Spaß daran haben den Spieß umzudrehen, prüfen Sie eine Beschwerde gegen den Präsidenten des Landgerichts, der das Inkassounternehmen "beaufsichtigt". Was Sie auch machen können, kostet Sie nichts und ist Formlos möglich, Strafanzeige und Strafantrag gegen alle Personen die an dieser Betrugsmasche beteiligt sind (Geschäftsführer der Primera Factura, Geschäftsführer des beauftragten Inkassounternehmens, Sachbearbeiter des Inkassounternehmens die auf den Drohschreiben unterzeichnen).

14.06.2008 | 18:07
von Charly R. | Regelverstoß melden
Hallo Leute, mir ist das Gleiche mit dieser Firma passiert, nur dass ich ganz sicher weiß, dass ich zu der angegebenen Zeit (02.11.07 3:00 Uhr) Niemanden angerufen habe. Zwischenzeichtich bekam auch ich eine Mahnung von DIAGONAL INKASSO. Nun warten wir mal auf den nächsten Schritt.

16.06.2008 | 13:16
von Sandra | Regelverstoß melden
Ich habe mittlerweile auch schon Bescheid von der Diagonal Inkasso GmbH und auch ich habe da nie angerufen. Mein Handyanbieter kann das auch bestätigen. Ich habe schon ein Einschreiben nach Malle geschickt, natürlich ohne Erfolg. Könnt ihr mir einen Rat geben wie ich mich jetzt verhalten soll??? Danke

25.06.2008 | 20:51
von Sono Sonoo | Regelverstoß melden
Ich kenne diese Masche zu gut... es wird geworben in Zeitungen "billige Luder nur 3,3 Cent die Min." nach 2 x die 1 drücken kommt man dann zu den Girls, und schon hat man ein Abo in der Tasche. Es folgen Rechnungen und Mahnungen! Die Nummern sind normale Festnetznummern, die diese Firma betreibt um den Kunden zu täuschen! Selbst ich bin reingefallen, weil ich dachte wow hast ja ne Festnetzflat. Schickt an die Firmen ein Wiederrufungsschreiben.

01.07.2008 | 21:48
von Arne Radmacher | Regelverstoß melden
@Beschwerdeführer: wie es aussieht, können Sie sich beruhigt zurücklehnen. Denn bei Minderjährigen gilt wenn diese zwischen 7 und 17 sind, beschränkte Geschäftsfähigkeit. Sie können zwar im eigenen Namen Verträge abschließen, eine Wirksamkeit des Vertrags hängt aber von einer im Voraus oder im Nachhinein erteilten Zustimmung des Sorgeberechtigten ab. Grundsätzlich ist dabei eine allgemeine Einwilligung der Sorgeberechtigten in Verträge mit geringer Verpflichtung möglich, z.B. der Kauf von einem Kaugummi, Essen etc. mit dem Taschengeld. Bei Geschäften größeren Umfangs und insbesondere bei Verträgen mit dauerhafter Bindung wird eine solche Einwilligung ziemlich sicher fehlen. Wird die erforderliche Zustimmung verweigert, ist der Vertrag definitiv unwirksam.

12.07.2008 | 05:45
von Peter Schuermann | Regelverstoß melden
Ja Ja Mallorca , die Insel der Betrüger. Habe sieben Jahre dort gelebt und habe sehr viel kennengelernt. Also, Fa. Primera Factura , heißt übersetzt: erste Rechnung. Der Name sagt schon alles. Es gibt auf Malle mehr Deutsche Betrüger als man denkt , da gibt es zB. Call center
die für die SKL werben, die Betreiber sind Mark und Tom, zwei Deutsche.
Ein deutscher Rechtsanwalt , ohne spanische Zulassung, das Büro hat kein Namensschild auf der Klingel, er heißt Torsten. Oder, der Ev. Pfarrer, der kirchliche Trauungen abhält, aber aus der Kirche ausgetreten ist, ein Deutscher, Hartmut. Mallorca ist für jeden Betrüger ideal. Jeder kann eine ASL gründen, SL ist wie in Deutschland eine GmbH. Sie kostet in Spanien 3000 EURO. Eine SL betreiben immer zwei Personen, der Grund, bei zwei Personen wird im Handelsregister kein Inhaber genannt. Eine Wohnungsmeldepflicht besteht in Spanien nicht, somit kommt man an die Leute nicht heran. Also Mallorca heißt, ACHTUNG VORSICHT.

14.07.2008 | 14:35
von Realo Real | Regelverstoß melden
Ich verstehe dieses ganze Theater gar nicht, Sie rufen alle auf eine Nummer an die mit derben Obszoenitaeten angeboten wird, koennen sich die AGBs anhoeren, verzichten aber, weil sie es so eilig haben endlich mit den Maedels loszulegen und beschweren sich nachher, dass Sie dafuer zahlen muessen.
Sie gehen doch auch nicht zu einem Baecker beissen in den Kuchen und sagen, will ich doch nicht. Den muessen Sie dann auch bezahlen.
Komischerweise schreibt in diesen ganzen Foren natuerlich niemand davon, dass das eine Hotline ist, die mit z.B. "Hart-von-Hinten" wirbt , oder "Abspritzgarantier", oder..... Fuer mich Sind Sie alle Heuchler!

14.07.2008 | 14:55
von ReklaBoxler-4028787 | Regelverstoß melden
@ Realo, als aufmerksamer Leser der Beschwerde wird Ihnen nicht entgangen sein wie Primera Factura in der Anzeige geworben hat. Mit der Zeile "Berlin disket" und einer 030 also Berlin-Vorwahl, also nix mit "Hart-von-Hinten" oder "Abspritzgarantier". Was in den AGB`s von Primera Factura steht ist unerheblich, jedes Gericht würde diese als mit "überraschenden Klauseln" und damit unwirksam erkennen.

06.08.2008 | 22:44
von Roland Fuhrmann | Regelverstoß melden
Tja, da wird Primera Factura (und Spießgesellen) wohl in die Röhre gucken. Habe gerade das hier zu einem neuen Urteil gelesen:
www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,570357,00.html
Demnach klagte Jamba auf die Bezahlung diverser Klingeltonabos, die ein Mädchen über das Handy ihres Vaters geordert hatte. Der Vater verweigerte die Zahlung und bekam jetzt vom Amtsgericht Berlin-Mitte Recht: Jamba habe keinerlei Ansprüche, wenn es bei Abschluss eines Verkaufs nicht die Geschäftsfähigkeit des Partners überprüfe. Die Abrechnung über eine Mobilfunknummer sei kein Ersatz für eine Altersverifikation. Und das Beste: Das Gericht ließ keine Berufung zu.

07.08.2008 | 10:21
von Henning | Regelverstoß melden
Es ist im Augenblick "nur" eine Amtsgerichtsentscheidung. Das heißt, in diesem konkreten Fall ist die Sache für den Vater erledigt. Das wird JAMBA (300.000 zufriedene Nutzer) aber nicht hindern bei einem anderen Amts- oder Landgericht eine neue Entscheidung zu suchen. Das es in Berlin nicht klappt, wissen sie ja jetzt.